ECDC Delegiertenversammlung 2007
8. ECDC Versammlung am 7. Juni 2007 in Zagreb/Kroatien,
organisiert vom kroatischen Dalmatinerklub „Atila Dubac“
Protokoll der ECDC Delegiertenversammlung 2007
Vorsitz: Herr. Frans de Ridder, Vorsitzender der ECDC
Anwesende ECDC Vorstandsmitglieder:
Vorsitzender: Frans de Ridder (Belgien), Schriftführerin Annemiek Morgans (Niederlande) und Schatzmeister Alfred Ronneburg (Deutschland)
Anwesende ECDC-Delegierte:
Åke Cronander aus Schweden, Helle Höie und Tyge Greibrokk aus Norwegen, Sören Jacobsen aus Dänemark, Sanna Heikkinen und Jonna Niemenperä aus Finnland, Frans de Ridder and Liliane de Ridder-Onghena aus Belgien, Sally Ann Clegg aus Frankreich, Erna Kuipers und Rhys Morgans aus den Niederlanden, Herbert Nagel und Alfred Ronneburg aus Deutschland (DDC), Gerhard Herbst und Jörg Haeseler aus Deutschland (CDF), Ursula Voitle und Tryn E. Borckenstein aus Österreich, Pia Pedercini aus Italien und Ivana. Bakal aus Kroatien (Atila Dubac).
Anwesende ECDC-Beobachter:
Nina Fleming aus Groß-Britannien (BDC)
Anwesende Delegierte der neuen Mitgliedschaftskandidaten :
Stipe Gorenjak und Dean Radosevic aus Kroatien (HKPDP Dalmatinac), Tibor Takacs und Fehér Gábor aus Ungarn.
Ebenfalls anwesend aus Serbien: Nenad Devic.
Entschuldigt fehlende ECDC-Delegierte:
Simone Zollinger aus der Schweiz, Katerina Malovic aus der Tschechischen Rep.
Unentschuldigt fehlende ECDC-Delegierte: DVD aus Deutschland
Fehlende ECDC-Beobachter:
North of England Dalmatian Club
Fehlende neue Mitgliedschaftskandidaten:
Maria Elena Altuna de la Pena aus Kuba
1. Ankunft der Teilnehmer. Begrüßung u. Kaffee.
Um 9 Uhr eröffnete der Vorsitzende Hr. Frans de Ridder die Versammlung und begrüßte die ordentlichen Delegierten der Mitgliedsklubs und alle anderen Gäste. Er richtete einen besonderen Dank an den kroatischen Dalmatinerklub „Atila Dubac“ für die Organisation der ECDC-Veranstaltung 2007.
2. Begrüßung durch den kroatischen Dalmatinerklub “Atila Dubac“
In seiner Begrüßungsrede dankte Hr. Damir Skok, Präsident des kroatischen Züchterverbandes, allen Anwesenden dafür, dass sie den Weg nach Zagreb gefunden haben: “Willkommen im Ursprungsland der Rasse, die wir alle so sehr lieben. Diese Liebe verbindet uns sehr. Ein besonderer Dank gilt Ivana Bakal und ihren Helfern für die Ermöglichung dieser Veranstaltung. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Versammlung, Kongress und Show und heißen Sie herzlich willkommen zur Euro Dog Show in Zagreb.”
3. Vorstellung der Delegierten der Mitglieds- und Beobachterklubs
Die Delegierten, die offiziellen Beobachter und die Delegierten der neuen Mitgliedschafts-kandidaten stellten sich vor. (Siehe oben)
4. Bericht des Vorsitzenden (Frans de Ridder)
“Als ich vor zwei Jahren zum Vorsitzenden der ECDC nominiert wurde, versprach ich, dieser Organisation mehr Aktivität zu geben. Schwerwiegende Gesundheitsprobleme anfangs dieses Frühjahres haben mich daran gehindert. Das Einzige, was ich ihnen vorstellen kann, ist ein Vorschlag neuer Regelungen für die ECDC, um unsere Organisation weltweit aufzustellen. Dieser neue Status wird es uns ermöglichen, ein Abkommen mit der FCI zu unterzeichnen, mit der Folge, dass wir als ein offizieller Ansprechpartner angesehen werden und damit in der Lage sind, direkten Kontakt mit der FCI zu haben. Ein weiterer Vorschlag könnte die Namensänderung unserer Organisation sein, um deutlicher zu machen, dass der Dalmatiner weltweit wohl bekannt ist und dass wir nichteuropäische Mitglieder in unserer Organisation akzeptieren. In einer Vorstandssitzung letzten Jahres diskutierten wir die finanzielle Situation der ECDC und kamen zu dem Ergebnis, dass es möglich wäre, die Mitgliedsbeiträge zu senken (TOP 11). Dieses ist nicht nur interessant für die jetzigen Mitglieder, sondern wird auch kleinere Klubs zur Mitgliedschaft ermutigen. Ein weiterer Vorschlag ist, dass der Schriftführer des ausrichtenden (gastgebenden) Klubs dem ECDC-Vorstand angehören sollte. Das wird uns einen besseren Kontakt zum Ausrichterklub der nächsten Veranstaltung ermöglichen. Ein besonderer Dank geht an die Vorstandsmitglieder Alfred Ronneburg und Annemiek Morgans und unseren Übersetzern Sally Ann Clegg, Fr. Ricou und Stephanie Yates.”
5. Bericht der Schriftführerin (Annemiek Morgans)
- Protokoll der Versammlung 2005: Es gab keinerlei Beanstandungen und das Protokoll wurde genehmigt.
- Bericht der Schriftführerin: Zeitraum 2005-2007: Siehe Anlage.
6. Bericht des Schatzmeisters (Alfred Ronneburg): siehe Anlage
Der Kassenbericht wurde vor der Versammlung verschickt. Nach Beantwortung von Fragen durch den Schatzmeister stimmten die Delegierten dem Bericht zu. Alle Klubs (außer DVD/Deutschland) haben ihre Mitgliedsbeiträge für 2006 entrichtet.
7a. Mitgliedschaftsangelegenheiten
- Vom Beobachterstatus zur Vollmitgliedschaft?
Kroatischer Dalmatinerklub “HKPDP-Dalmatinac”, der ungarische Dalmatinerklub und der portugiesische Dalmatinerklub.
Die zuvor genannten Klubs haben seit der letzten Versammlung Beobachterstatus. Vom portugiesischen Klub haben wir keine Reaktionen auf unsere Benachrichtigungen, daher ist ungewiss, ob dieser Klub den gegenwärtigen Zustand fortführen möchte.
- Neuer Kandidat: Club Dalmata de Cuba.
Der kubanische Dalmatinerklub ist der erste außerhalb Europas. Seiner Delegierten war es nicht möglich, dieser Versammlung beizuwohnen, sie sagte ihre Teilnahme an der nächsten zu. Satzungsgemäß haben neue Klubs einen Beobachterstatus für einen Geschäftszeitraum, bis sie bei der nächsten Versammlung als Vollmitglieder anerkannt werden. Frans de Ridder : “In unserem neuen Statutenentwurf schlagen wir vor, den Beobachter-Status nicht länger beizubehalten, und zwar aus dem einfachen Grund, dass aufgrund der nur zweijährlich stattfindenden Sitzungstermine niemand diese Klubs in dieser Zeit kontrollieren kann. Unter diesen Voraussetzungen macht eine Testphase wenig Sinn.”
Åke Cronander bat darum, die Abstimmung über diesen TOP erst nach den Diskussionen über die Vorschläge zu den neuen Statuten unter TOP 11 zu verschieben: “In unseren skandinavischen Ländern haben wir nur einen Züchterklub je Nation. Wenn wir mehr Klubs pro Nation in unserer Organisation zulassen, wäre diese Nation mit entsprechend mehr Stimmen vertreten. Daher schlage ich vor, dass, wenn es mehrere Klubs je Nation gibt, deren Stimmrechte untereinander aufgeteilt werden” Ivana Bakal sah das nicht so, da Deutschland bereits mit drei Klubs in der ECDC vertreten ist. Nach einer Diskussion einigten sich die Delegierten darauf, die Diskussion über Mitgliedschaftsangelegenheiten bis nach TOP 11 zu verschieben.
7b. Mitgliederbeiträge
Ebenfalls nach TOP 11 verschoben
8. Gesundheits- und Zuchtkomiteebericht (Tyge Greibrokk)
Über die folgenden Themen wurde berichtet: Mega-Ösophagus und Epilepsie.
-Mega-Ösophagus (Mega-O): Tyge Greibrokk bezog sich auf seinen Artikel über Mega-O, der in drei Sprachen an alle Mitglieder versendet worden ist: “Auf der letzten Versammlung haben wir beschlossen, dass jeder sich bemühen solle, schriftlich über Vorfälle in Würfen bezüglich Mega-O zu berichten. Ich muss zugeben, dass ich in diesen zwei Jahren nicht viele Berichte erhalten habe. Heute liegen uns Berichte über 71 Würfe in Europa und 10 Würfe in Neuseeland vor. Nicht alle Fälle sind durch Veterinäre bestätigt, aber alle sind von Züchtern berichtet worden. Nach Studium der Stammbäume ist es nicht möglich, zu einer Schlussfolgerung darüber zu kommen, wie Mega-O vererbt wird; es existiert aber zweifellos eine vererbte Eigenschaft. Die Frage ist: wie Mega-O vererbt wird und was wir dagegen tun können. Welpen können im Alter von vier Wochen geröntgt werden und eine Erweiterung der Speiseröhre kann dabei festgestellt werden. Im Alter von acht Wochen kann es sein, dass man gar nichts mehr sieht. So könnte man glauben, man habe gesunde Hunde, das ist aber nicht notwendigerweise der Fall. Mega-O kann auch noch im späteren Leben auftreten. Ich empfehle, einen Hund, bei dem Mega-O im früheren oder späteren Alter diagnostiziert wird, keinesfalls in der Zucht einzusetzen, da die vererbten Gene im Hund vorhanden sind. Was weiter noch getan werden soll, ist Sache der Klubs und der Züchter. Aber meiner Meinung nach ist Mega-O eine Krankheit mit polygenetischer Vererbung und verbreiteter als wir glauben. Da wir bisher keine DNA Marker haben, sind wir auf Berichte von Züchtern angewiesen um mehr Wissen zu erlangen. Züchter sollten ehrlich sein und berichten, wenn Fälle auftreten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir nicht viel mehr tun.”
-Epilepsie. Tyge Greibrokk bezog sich auf ein Gespräch mit einem deutschen Züchter, über das Thema Epilepsie. “Nach Meinung dieses Züchters gibt es bei Dalmatinern in seinem Land und in anderen Ländern mehr Fälle von Epilepsie als offiziell zugegeben. Viele Veterinäre wissen darum, die Züchter aber wollen nicht darüber reden. Kurz nach diesem Gespräch erhielt ich einen Bericht vom finnischen Dalmatinerklub mit dem Inhalt, dass man an der Universität von Helsinki in Zusammenarbeit mit dem finnischen Dalmatinerklub und dem Dalmatinerklub von Amerika mit einem Versuch begonnen habe, nach der genetischen Vererbung der Epilepsie bei Dalmatinern zu suchen. Es sind bisher einige Fälle von Epilepsie in Finnland aufgetreten, aber der finnische Klub stuft Epilepsie nicht als ernsthaftes Problem ein. Gleiches kann ich über die Situation in Norwegen sagen. Wir wissen nichts über sie Situation in anderen Ländern und ich wüsste gerne: Halten Sie Epilepsie für kein, ein geringes oder ein großes Problem in ihren Ländern? Für den Fall, dass Sie Epilepsie als ernsthaftes Problem ansehen, müssen wir darüber nachdenken, was zu tun ist. Dabei ist eine Möglichkeit, sich der finnischen Initiative anzuschließen. Prof. Dr. Hannes Lohi, Professor der Veterinären Molekularen Genetik und Leiter des Kaninen Epilepsie Consortiums in Europa, hat mit der DNA-Forschung bezüglich Epilepsie und anderer genetisch bedingter Krankheiten bei Hunden begonnen, um die viel kompliziertere genetische Vererbung beim Menschen besser zu verstehen. Er ist an der Forschung an Dalmatinern interessiert. Wir sollten diese Gelegenheit nutzen, da es sehr schwer ist, jemanden zu finden, der Zeit für die genetische Forschung an unserer Rasse aufbringen will.” Die genetische Forschung bezüglich der Epilepsie bei Dalmatinern heißt EPIDAL-Projekt. Dieses wurde kurz von Jonna Niemenperä, Delegierter aus Finnland, vorgestellt. Um alle Informationen über dieses Projekt zu erhalten (in Englisch und Deutsch) besuchen Sie www.epidal.dalmatiner.org. Ebenfalls wichtig für dieses Projekt und einer der Ansprechpartner ist Bettina Hutz, Forschungsassistentin in der Abteilung „Discovery Biology“, aus Deutschland jetzt in Finnland lebend und verantwortlich für die Durchführung der Untersuchung in Finnland.
Für Åke Cronander hat der Name des Projekts einen Unterton negativ für die Rasse und er empfahl dem finnischen Klub, einen etwas positiver klingenden Namen zu gebrauchen. Tyge Greibrokk warnte vor zu großem Optimismus in Bezug auf die Ergebnisse des Projekts: “Wir sollten bedenken, dass der Dalmatinerklub von Amerika sich seit sechs Jahren damit beschäftigt, eine Lösung bezüglich der Vererblichkeit von Epilepsie zu finden. Die Forschung wurde beinahe beendet, wurde aber an der Universität von Missouri, mit der Dr. Lohi zusammenarbeitet, wieder aufgenommen. Epilepsie ist bekannt als eine sehr komplizierte Störung beim Menschen, an welcher vielleicht mehr als 200 Gene beteiligt sind. Wenn man eine Blutprobe an Dr. Lohis Forschungslabor in Finnland schickt, kann man bis zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt nichts Wesentliches erwarten. Um einen familiären Hinter-grund zu bekommen, ist es sehr wichtig Proben der gesamten Familie ein zuschicken und nicht nur die eines einzelnen Hundes. Es ist schwer zu sagen, wie viele Hunde dazu erforderlich sind; vielleicht 100, oder auch sogar bis zu 400. Bei 100 Hunden reden wir über Kosten von etwa € 30.000. Die ECDC hat keine Geldmittel, diese Forschung zu finanzieren. Die Initiative muss von den Mitgliedsklubs ausgehen, wenn man dort der Auffassung ist, dass die Wichtigkeit dieses Projekts den Einsatz von Geldmitteln rechtfertigt.
Rhys Morgans fragte nach den Kosten für einen Züchter, wenn er eine Blutprobe nach Finnland schickt. Jonna Niemenperä: “Bei jetzt eingeschickten Proben wird die Analyse nicht berechnet. Aber das wird nicht für immer so sein. Gegenwärtig entstehen nur die lokalen Kosten für die Entnahme und Versendung der Proben nach Finnland. Wenn das angestrebte Ziel mit der Entwicklung eines Gentests erreicht ist und Sie anfragen, ob Ihr Hund ein möglicher Genträger ist, werden die Kosten für die Analyse bei etwa € 300 je Hund liegen.
Kontaktpersonen für mehr Information: siehe www.epidal.dalmatiner.org
Jonna Niemenperä (Finnisch und Englisch): dalmatian@jippii.fi
Bettina Hutz (Deutsch und Englisch): epidal@dalmatiner.org
Liisa Hällström (Schwedisch, Finnisch und Englisch): liisa.hallstrom@netti.fi
Rhys Morgans schlug die Einrichtung eines Forschungs-Fonds durch die ECDC, um es Klubs zu ermöglichen, Geld zu spenden, wenn sie das Epidal-Projekt unterstützen wollen und erwähnte, dass nicht nur die Erforschung der Epilepsie wichtig ist, sondern auch die Kartierung der Dalmatinergene. Die Delegierten beider deutscher Klubs (DDC und CDF) stuften Epilepsie nicht als Problem in ihren Klubs ein. Frans de Ridder wünschte sich Kommunikation und Kooperation zwischen Forschungsgruppen mit gleicher Zielsetzung in verschiedenen Teilen Europas. Tyge Greibrokk gab bekannt, dass Åsa Boholm als Mitglied der Gesundheits- und Zuchtkommission ausscheiden möchte und dass der schwedische Dalmatinerklub Lena Erlandsson, eine Genetikspezialistin, vorgeschlagen hat ihren Platz einzunehmen.: “Sollte sie als neues Mitglied der Kommission gewählt werden, schlage ich vor, man solle ihr die Möglichkeit geben, diese Angelegenheit von Seiten der ECDC zu betreuen und sich darum zu kümmern, was unsere Organisation tun sollte und, basierend auf den Informationen aus Deutschland und Finnland, Empfehlungen bezüglich der Epilepsie auszusprechen.” Helle Höie: “Alle sollten das Projekt durch Einsendung von Blutproben betroffener Hunde unterstützen, weil es für Züchter wichtig ist, zu wissen, ob sein Hund frei von Epilepsie oder Träger ist. Das Gute dabei ist, dass die Privatsphäre garantiert gewahrt bleibt und niemand davon erfährt.” Tyge Greibrokk: “Die geschätzten Kosten für die erste Phase würden sich auf einen Minimalbetrag von € 15.000 belaufen und eventuell bis zu € 30.000 ansteigen. Daher wird ein Forschungs-Fonds lange brauchen, eine ausreichende Summe anzusammeln.” Darauf folgte eine Diskussion. Frans de Ridder: “Gegründet auf die zukünftigen Empfehlungen seitens der Gesundheits- und Zuchtkommission und den Reaktionen der Mitgliedsklubs, kann die ECDC finanzielle Hilfe beschließen. Sehr wichtig sind die Koordination von Informationen und die Kooperation unter den verschiedenen Universitäten durch Zusammenführung von Datenbanken. Dieses wird mehr Information und mehr Möglichkeiten für die Forschung gewährleisten, nicht nur, was Epilepsie angeht, sondern auch andere Krankheiten.” Die Delegierten reagierten positiv auf die vorgebrachten Vorschläge.
Tyge Greibrokk fragte nach weiteren Vorschlägen von Themen, die in den nächsten zwei Jahren behandelt werden sollten. Sören Jacobsen erwähnte das Thema “Wesen”, weil er den Eindruck hat, dass mehr und mehr Dalmatiner wegen schlechter Wesensmerkmale heruntergestuft werden. “In Norwegen sammeln wir auf der Basis von Fragebögen Daten von Dalmatinern, um einen Zuchtindex zu erstellen. „Wesen“ ist auch darin enthalten. Bis jetzt haben wir Informationen über annähernd 300 Dalmatiner und wir werden diese Aktion fortsetzen.” so Tyge Greibrokk.
9. Bericht der Richterkommission (Åke Cronander)
Kein Bericht, weil sich in den letzten zwei Jahren nichts ereignet hat.
10. Bericht des Webmasters (Rhys Morgans)
Rhys Morgans bat die Delegierten darum, Adressänderungen zu melden. Frans de Ridder bat darum, je Land eine Liste der Dalmatinerrichter zu veröffentlichen, und zwar nur von solchen Richtern, die Mitglieder der ECDC-Mitgliedsklubs sind und die Namen derer zu kennzeichnen, die qualifiziert sind, mehrere Rassen zu richten. Alle Delegierten stimmten dafür. Ein jährliches Erinnerungsrundschreiben wird erfolgen mit der Bitte um Bekanntgabe von Veränderungen in Komitees, (e-Mail) Adressen etc. Der Vorsitzende dankte dem Webmaster für geleistete Arbeit.
11. Vorschläge zur Abänderung der Statuten u. Änderung des Namens: “European Cooperation of Dalmatian Clubs” in “International Cooperation of Dalmatian Clubs”.
Frans de Ridder: “Für eine offizielle Anerkennung durch die FCI muss unsere Organisation einen Vertrag (Kooperationsübereinkunft) mit der FCI unterzeichnen. Es gibt in diesem Vertrag zwei wichtige Bedingungen. 1. Jeder unserer Mitgliedsklubs muss aus einem FCI-Mitgliedsland sein. Wir dürfen Kontakt zu anderen Klubs haben, diese dürfen aber keine Vollmitglieder werden. 2. Wir sollten wenigstens ein Mitglied außerhalb Europas haben. Nach dem Übereinkunftsentwurf, den wir von der FCI haben, sollte der neue Name unserer Organisation „World Association for Dalmatians“ sein“. Tyge Greibrokk: “Wenn wir eine ’World Association’ sind, schlage ich vor, dass wir die Kontrolle in Europa behalten, weil wir nicht wollen, dass jemand in anderen Teilen der Welt uns Vorschriften darüber macht, wie ein Dalmatiner auszusehen hat.“ Dazu bemerkte der Vorsitzende, es bedeute kein Risiko, da es nicht viele Länder in anderen Teilen der Welt gebe, die FCI-Mitglieder seien. Unser einziges Ziel ist der direkte Kontakt mit der FCI. Sanna Heikkinen fragte nach der Wichtigkeit. Frans de Ridder: “Das ist wichtig für alle Arten von Diskussionen über die Rasse und äußerst wichtig in Bezug auf Gesundheitsfragen. Im Allgemeinen dürfen nur nationale Züchterklubs direkten Kontakt mit der FCI aufnehmen. Wenn also unser Kontakt nur über all diese verschiedenen Züchterklubs hergestellt werden kann, bedeutet das massive Verzögerungen.”
Statuten Punkt 2e: ‘Die Mitgliedschaft endet, wenn der Mitgliedsbeitrag nach zwei Erinnerungen noch nicht entrichtet worden ist.’ Nach einer Diskussion wurde folgender Zusatz beschlossen: ‘Die Mitgliedschaft endet offiziell auf der nächsten Versammlung.’ Um sicher zu gehen, dass bei der Kontaktaufnahme mit den Klubs keinerlei Fehler auftreten können, wurde auch beschlossen, dass der Vorstand e-Mails an wenigstens vier Personen je Klub verschickt: an den Vorsitzenden, den Schriftführer und die zwei Delegierten. In unseren Mails versenden wir nie mehr als drei Anhänge, um sicher zu gehen, dass alle Informationen ankommen. Tyge Greibrokk schlug vor: “Um Mitglied der ‘Welt Assoziation’ werden zu können, sollte ein Dalmatinerklub eine gewisse Minimalmitgliederzahl haben, z. B. 30 oder 50.” Alfred Ronneburg: “Wir sollten jeden Klub als Mitglied zulassen, solange er offiziell von seinem eigenen nationalen Züchterverband anerkannt wird.” Helle Höie: “Falls ein Klub weniger Mitglieder hat als das Minimum, sollte der Klub ’Beobachterstatus’ haben, bis er die für die Vollmitgliedschaft erforderliche Mitgliederzahl hat.” Es folgte eine Diskussion die zu einer Abstimmung führte: Für eine Minimalzahl an Mitgliedern gab es 6 Stimmen, dagegen 6 Stimmen plus 1 Stimme vom Vorsitzenden. Es wurde beschlossen, dass „Die Mitgliedschaft endet, wenn ein Klub nicht länger von seinem nationalen Züchterverband anerkannt wird.“
Statuten Punkt 2d Mitgliedsbeitrag (TOP 7b der Tagesordnung): Nach Diskussion wurde wie folgt beschlossen:
€ 130 pro Jahr, wenn der Klub 500 oder mehr Mitglieder hat (am Ende des Vorjahres),
€ 100 pro Jahr, wenn der Klub 200 bis 499 Mitglieder hat (am Ende des Vorjahres),
€ 50 pro Jahr, wenn der Klub weniger als 200 Mitglieder hat (am Ende des Vorjahres).
Statuten Punkt 5d Anzahl der Stimmen je Klub:
Ursprünglicher Vorschlag: ‘Klubs mit 200 Mitgliedern oder mehr haben 2 Stimmen. Klubs mit weniger als 200 Mitgliedern haben 1 Stimme.’ Åke Cronander schlug vor: „Klubs mit weniger als 200 Mitgliedern sollten 1 Stimme, mit mehr als 200 Mitgliedern 2 Stimmen und mit mehr als 500 Mitgliedern 3 Stimmen haben. Kein Land sollte jemals mehr als 3 Stimmen haben. Falls es zwei Klubs aus einem Land geben sollte, sollte der größere Klub 2 und der kleinere Klub 1 Stimme haben.“ Herbert Nagel schlug vor, man solle an der gegenwärtigen Regelung von 1 Stimme pro Klub festhalten.
Die Vorschläge beinhalteten letztlich vier Fragen und wurden mit den folgenden Ergebnissen abgestimmt:
- Eine oder mehrere Stimmen pro Klub?–1 Stimme: 4 / mehrere Stimmen: 7 / 1 Enthaltung
- Im Fall von mehreren Stimmen pro Klub, maximal 2 oder 3 Stimmen?–
Für maximal 3 Stimmen: dafür 11 /1 Enthaltung.
- Stimmenbegrenzung pro Land?–Dafür 5 / dagegen 7.
- Wenn ja, wie viele Stimmen pro Land?–Abstimmung unnötig.
Nach der Diskussion aller Punkte des Konzeptes “Neue Regeln und Vorschriften“ stimmten die Delegierten einstimmig zu (siehe Anhang)
7a Mitgliedschaftsangelegenheiten
Neukandidatenklubs , vom Beobachterstatus zur Vollmitgliedschaft?
- Kroatischer Dalmatiner Klub ‘HKPDP-DALMATINAC’ Website www.hkpdp-dalmatinac.com
Der kroatische Delegierte Dean Radosevic stellte den 1991 als ersten in Kroatien gegründeten Klub vor. Der Klub zählt 36 aktive Mitglieder. Die Anwerbung von mehr Mitgliedern ist schwierig, da es zwei Klubs und nicht viele Würfe in Kroatien gibt. Gesundheits- und Zuchtnachweise werden geführt.
- Ungarischer Dalmatinerklub
Der ungarische Delegierte Fehér Gábor stellte den Klub vor; er hat 35 Mitglieder. Es gibt bis jetzt keine Website und auch noch keine Gesundheits- und Zuchtnachweise. Kontaktadresse: tdalmata@t-online.hu oder gabcsi@t-online.hu
- Neuer Kandidat: Club Dalmata de Cuba
Wegen Verhinderung der kubanischen Delegierten stellte Frans de Ridder den Klub vor. Der Klub zählt 158 Mitglieder, die Zahl der Würfe in 2006 beträgt 10, alle Welpen sind hör getestet. Geplante Aktivitäten: Vier Sitzungen und zwei Spezialzuchtschauen pro Jahr. Bis jetzt hat der Klub keine Website. Kontaktadresse: cdc@enet.cu
Åke Cronander riet dem kroatischen und dem ungarischen Klub, für eine weitere Geschäftsperiode Beobachter zu bleiben und zu versuchen, in den nächsten zwei Jahren neue Mitglieder zu werben, wobei dieser Rat lediglich aufgrund ihrer geringen Mitgliederzahl ergeht. Frans de Ridder bat die Delegierten zu beachten, dass man alle Kandidatenklubs als Mitglieder brauche, um den Vertrag mit der FCI zu bekommen. Nach Diskussion wurde nach den zuvor angenommenen neuen Verfahren abgestimmt. Die Delegierten gaben ihre auf Basis der Mitglieder in ihren Klubs festgelegten Stimmen ab: Schweden 3, Norwegen 3, Dänemark 2, Finnland 3, Belgien 2, Frankreich 2, die Niederlande 3, Deutschland (DDC) 3, Deutschland (CDF) 3, Österreich 1, Italien 1, Kroatien (Atila Dubac) 1.
- HKPDP-Dalmatinac Croatia: als Mitglied aufgenommen mit 17 Stimmen dafür, 10 dagegen
- Hungarian Dalmatian Club: als Mitglied aufgenommen mit 16 Stimmen dafür, 11 dagegen.
- Club Dalmata de Cuba: als Mitglied aufgenommen mit 27 Stimmen dafür, 0 dagegen.
Der Vorsitzende hieß die drei neuen Mitglieder in der Organisation unter dem Beifall aller Anwesenden willkommen.
12. Wahlen
Vorstand: Vorsitzender Frans de Ridder, Schriftführer Annemiek Morgans und Schatzmeister Alfred Ronneburg. Da keine neuen Kandidaten vorgeschlagen wurden, erfolgte Wiederwahl. Kassenprüfer: Herbert Nagel. Da kein neuer Kandidat vorgeschlagen wurde, erfolgte Wiederwahl.
Gesundheits- und Zuchtkommission: Tyge Greibrokk (Vorsitzender), Åsa Boholm, Radana Zachova, Rhys Morgans and Dr. Dominique Vincent.
Åsa Boholm hatte ihren Wunsch auszuscheiden mitteilen lassen. Vorschläge für neue Kandidaten: Lena Erlandsson aus Schweden und Sally Ann Clegg aus Frankreich. Beide Kandidaten wurden gewählt und die übrigen Kommissionsmitglieder wurden wiedergewählt.
Richterkommission: Åke Cronander (Vorsitzender), Liliane de Ridder-Onghena, Åase Jakobsen, Alfred Ronneburg und Radana Zachova.
Alle Kommissionsmitglieder wurden wiedergewählt.
13. Zuchtempfehlungen (siehe Protokoll 2005)
Auf der Versammlung in 2005 hatte man die Möglichkeit, gemeinsame Zuchtregeln zu erstellen diskutiert. Frans de Ridder bat die Delegierten zu bedenken, dass die Struktur der Hundeorganisationen sich je nach Land enorm unterscheidet.: “Die nationalen Züchterverbände sind im Allgemeinen sehr mächtig, sie entwickeln Regeln für die Zucht und das Organisieren von Schauen, sie geben Ahnentafeln heraus und nominieren ihre eigenen Richter, alles gemäß ihrer eigenen Regeln, welche je nach Land sehr stark variieren. Einige Züchterklubs sind sehr mächtig und stellen Ahnentafeln aus, andere haben überhaupt keinen Einfluss, abhängig von der Situation in den jeweiligen Ländern in Bezug auf ihren nationalen Züchterverband. Dieses wirkt sich auf unsere Organisation aus. Wir sind nicht in der Lage, allgemeine Regeln für unsere Mitgliedsklubs zu erstellen, weil unsere Regeln mit den Regeln und Vorschriften der verschiedenen nationalen Züchterverbände in Konflikt geraten könnten. Daher sollten wir uns ‘Allgemeine Empfehlungen’ als Ziel setzen, weiter können wir nicht gehen. Die Gesundheits- und Zuchtkommission sollte Ratschläge geben und um Kommentare der Mitgliedsklubs bitten. Die Klubs sollten diesen Rat auf nationaler Ebene mit ihren Züchtern diskutieren. Es wird nicht leicht sein, einen gemeinsamen Standpunkt zu erarbeiten, da die Klubs sehr verschiedene Vorstellungen von dem, was wichtig für die Rasse ist, haben könnten. Im Anschluss daran werden die Empfehlungen auf der Website veröffentlicht.”
Tyge Greibrokk erwähnte, dass die ECDC bis jetzt nur eine spezifische Zuchtempfehlung gegeben habe, und zwar ARDS betreffend: “Wir sollten keine Hunde der ersten fünf Generationen nach einem bekannten Träger einsetzen. Dieser Empfehlung folgen jedoch nicht alle Klubs. Ob das aus Unkenntnis oder Gleichgültigkeit geschieht, wissen wir nicht. Mir ist nicht klar, in welchem Ausmaß wir zu anderen Empfehlungen kommen können, weil wir nicht jedes Jahr von allen Klubs die Zuchtergebnisse bekommen. Bis jetzt erhalten wir aus Deutschland, Finnland und den Niederlanden alljährlich deren Registrationsergebnisse und gelegentlich einige von anderen Klubs. Es ist für uns daher sehr schwierig, Vorfälle oder Probleme bei der Zucht zu verfolgen. Als Zweites haben wir von den meisten Klubs Informationen über deren Regeln und Verfahrensvorschriften bezüglich Hörtests, Hüftdysplasie, ARDS etc. gesammelt. Es gibt eine große Bandbreite in der Behandlung dieser Themen bei den Klubs. Ich bin mir darüber im Klaren, dass wir im Allgemeinen nur sehr begrenzt empfehlen können.” Frans de Ridder: “Was wir erreichen können, hängt in sehr starke Maße von den Züchtern ab, falls sie denn gewillt sind, Informationen zu geben. Dabei gibt es in Zukunft viele Diskussionsgegenstände wie Taubheit, Mega-Ösophagus, Epilepsie, Körpergröße, Wesen etc.”
14. Geplante Vorhaben für die nächsten zwei Jahre
Frans de Ridder bezog sich auf die in TOP 8 der Agenda (Gesundheits- und Zuchtkommission) erwähnten Themen. “Wir können auch darüber reden, ob wir Geld für Forschungen über Themen wie Epilepsie, wie schon zuvor diskutiert, zurücklegen. Was die Richterkommission angeht, schlage ich eine ernsthafte Diskussion über den Rassestandard vor und die Kontaktaufnahme mit allen Klubs bezüglich ihrer Meinung zum Standard, diese auch, wenn möglich von Züchtern und Richtern. Jeder Klub sollte Informationen sammeln. Wir können verschiedene Rassestandards vergleichen, wie den FCI- und den englischen Standard. Dabei sollte unser Ziel nicht sein, den Standard zu verändern, sondern zu einer gemeinsamen Auffassung zu kommen.”
15. Vorschläge zu Ort und Zeit der nächsten Versammlungen
- ECDC Treffen 2009/2010 in Norwegen
Tyge Greibrokk kündigte die nächste Versammlung für den August 2009 in Oslo/Norwegen an. Der Vorsitzende ließ durchblicken, dass er ein Dreitagetreffen mit der Versammlung am Samstag oder am Freitag befürwortet.
- Weitere Versammlungstermine
Die niederländischen Delegierten schlugen vor, das Treffen 2011 in den Niederlanden zu organisieren. Allgemeine Zustimmung.
Alfred Ronneburg schlug Deutschland (DDC) als Organisator des Treffens in 2013 vor, da der DDC die erste ECDC–Show organisiert hatte und die Show in 2013 die 10. sein wird.
16. Verschiedenes
Åke Cronander stellte seine Reserviertheit bezüglich ‘Neumitgliederklubs’ noch einmal ausdrücklich dar: “Der Vorbehalt gegenüber Neumitgliedern bezieht sich lediglich auf ihre geringe Mitgliederzahl. Wir meinen, sie sollten für eine weitere Periode Beobachterstatus behalten, bis sie eine größere Zahl von Mitgliedern haben.” Tyge Greibrokk und Sören Jacobsen bemerkten, dass Norwegen und Dänemark diesen Vorbehalt unterstützen.
Rhys Morgans gratulierte dem kroatischen Dalmatinerklub HKPDP und dem ungarischen Dalmatinerklub zur neuen Mitgliedschaft: “Da Ihre Mitgliederzahlen sehr niedrig sind, hoffe ich, dass wir Sie ermutigen können, Ihre Mitgliederzahl zu erhöhen, damit Sie wahrhaft gute und aktive Mitglieder unserer Organisation werden können. Es folgte Beifall.
17. Schließen der Versammlung
Da es keine weiteren Fragen gab, schloss der Vorsitzende die Versammlung und dankte allen Delegierten für ihre Diskussionsbeiträge.
Vollenhove, Februar 2008
Annemiek Morgans,
WAFDAL (ehemals) ECDC Schriftführerin
(Übersetzung ins Deutsche: Dierk Gerdemann, Coesfeld, Mai 2008)
(Sachliche Änderungen: Herbert Nagel)
